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2. Dezember 2021

Kieser neu mit «Krafttraining für den Herzmuskel»

Kieser eröffnete am 18. Oktober 2021 zusammen mit VAMED im Circle im Flughafen Zürich sein neues Flagship Studio. Mit einer Fläche von 1200 Quadratmeter das bisher grösste Studio in der Schweiz. Das neue Studio bietet zum ersten Mal auch ein Herz-Kreislauf-Training an. Das VAMED Revigo Therapiezentrum ergänzt Kieser zudem um ein modernes ambulantes Rehabilitationsangebot. Unter einem Dach bietet die starke Partnerschaft von VAMED und Kieser einen nahtlosen Übergang von Therapie zum selbständigen Training.

Das Studio wird unter dem neuen Markennamen Kieser geführt. «Mit dem neuen Flagship Studio im Circle investieren wir auch in eine erweiterte Angebotspalette von Kieser. Die Vision von Werner Kieser ‹die Welt zu kräftigen› dehnen wir nun auch auf den Herzmuskel aus. Die Marke Kieser ist der Fels in der Brandung des Krafttrainings und steht schon seit Jahrzehnten stellvertretend für gesundheitsorientiertes Krafttraining, so dass wir unsere Marke künftig auf den Begriff Kieser reduzieren», sagt Michael Antonopoulos, CEO und Mitinhaber der Kieser Training AG.

«Bis heute stand Kieser für das Training der Skelettmuskeln. Nun weiten wir es auf den zentralsten und zweifellos den wichtigsten Muskel des menschlichen Körpers – den Herzmuskel – aus», sagt Patrik Meier, COO der Kieser Training AG. Kieser versteht das Herz-Kreislauf-Training als Krafttraining für das Herz. «Unser 4×4 High Intensity Intervall Training wird als eines der effektivsten Mittel zur Verbesserung der ‹Fitness des Herzens› angesehen, effektiver als das traditionelle Ausdauertraining. 4×4 hat allerdings nichts mit dem Auto zu tun, es steht für ein hoch intensives und effizientes Training, bei welchem einmal 30 Minuten pro Woche genügen», erläutert Meier.

Das Kieser Konzept wird am Standort Circle in Verbindung mit einem innovativen Therapieangebot von VAMED umgesetzt. Unter dem Namen Revigo Therapiezentrum bietet die VAMED Schweiz im Circle ein breites Spektrum von innovativen Therapien im ambulanten Bereich an. Dazu zählen vor allem die Physio- und Sporttherapie, die computerassistierte Therapie (Robotik), die Ernährungsberatung, die Ergotherapie, die Logopädie und die neuropsychologische Therapie sowie das Personal Training. Die Besonderheit des VAMED Therapiekonzeptes im Circle besteht darin, Patientinnen und Patienten umfassend zu begleiten und dies auch über den normalen Behandlungspfad hinaus. Dabei werden die behandelnden Ärzte sowie das nachgelagerte Präventionstraining miteinbezogen. «Die Erfahrung aus unseren Kliniken hat gezeigt, dass ein gezieltes Training wirkt und beispielsweise ein Sturzpräventionsprogramm eine hohe Anzahl Stürze verhindern kann. Genau diesen Ansatz setzen wir im Circle um.» so Dino DeBon, Leiter des Revigo Therapiezentrums.

Durch den Therapieeinsatz von Robotikgeräten entstehen für die Patientinnen und Patienten virtuelle Umgebungen, in denen sie im Rahmen von Computerspielen ihr Gleichgewicht trainieren oder Gangunsicherheiten nach Verletzungen entgegenwirken können. «Ich freue mich, dass wir mit unserem Revigo Therapiezentrum die Präsenz im Kanton Zürich erhöhen und mit Kieser neue Präventions- und Therapiekonzepte umsetzen können, die weit über das traditionelle Fitnesstraining und die klassische Physiotherapie hinaus gehen», so Vincenza Trivigno, CEO der VAMED Schweiz.

Kieser mit vereinfachtem Markennamen

Kieser Training firmiert neu unter der vereinfachten Dachmarke «Kieser» und ist seit 54 Jahren auf gesundheitsorientiertes, effizientes Krafttraining an eigens dafür entwickelten Maschinen spezialisiert. Es betreibt in der Schweiz 22 Studios, weltweit insgesamt 168 und beschäftigt rund 2000 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist in den Ländern Australien, Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz tätig. Es wurde 1967 von Werner Kieser gegründet, der es 2017 an seinen langjährigen CEO Michael Antonopoulos und den Verwaltungsrat Nils Planzer verkaufte. Ziel des wissenschaftlich fundierten Konzeptes ist es, über den Muskel- und Kraftaufbau den Körper – insbesondere den Rücken – gesund und leistungsfähig zu erhalten.

Patrik Meier, COO Kieser vor dem neuen Logo

Roger Gestach nahm die Gelegenheit bei der Eröffnung wahr und stellte Michael Antonopoulos einige kritische Fragen:

RG: Lieber Michael, gleich zu Beginn: Was ist der Grund für den Namenswechsel von Kieser Training zu Kieser? Euer Name ist etabliert und bei 168 Standorten kommen einige Kosten für diesen Wechsel zusammen…

MA: Mit den neuen Dienstleistungen wollen wir unseren Kunden noch mehr Nutzen bieten. Kieser oder besser gesagt ich gehe Kieser’n hat sich in den Köpfen der Kunden verankert. Wer Kieser’n geht, meint damit, dass er gesundheitsorientiertes Krafttraining betreibt. Kieser hat in all den Jahren eine eigene Kategorie kreiert. Nebenbei sind wir in Australien schon seit ein paar Jahren «nur» mit der Marke Kieser auf dem Markt. Natürlich werden wir die wirtschaftliche Situation in Betracht ziehen und uns keinen unnötigen Druck machen. Dieser Wechsel erfolgt schrittweise.

RG: In eurem neuen Studio am Flughafen in Zürich gibt es zum ersten Mal Ausdauergeräte. Mir fehlen die Worte… Ausdauertraining bei Kieser! Was ist der Grund für diese Strategieänderung?

MA: Der Herzmuskel ist der zentralste Muskel und zweifellos der wichtigste; bei seinem Ausfall tritt sofort der Tod ein. Grund genug, dass wir bei Kieser uns in den letzten Jahren Gedanken gemacht haben, wie der Herzmuskel am effizientesten trainiert werden kann. Bei Kieser verstehen wir Ausdauertraining als Krafttraining für das Herz. Unser 4×4 HIIT wird als eines der effektivsten Mittel zur Verbesserung der «Fitness des Herzens» angesehen. Effektiver als das traditionelle Ausdauertraining. Einmal 35 Minuten pro Woche genügen.

RG: Hat der kürzliche Tod von Werner Kieser diesen radikalen Wechsel erst ermöglicht oder hattet ihr diese neue Ausrichtung sowieso geplant?

MA: Wie man sich vorstellen kann, ist es unwahrscheinlich, in so einer kurzen Zeit eine Strategie zu erarbeiten und in eine Pilotisierung zu führen. Da unser Konzept einer stetigen Entwicklung unterliegt, sind bereits vor einigen Jahren die Gedanken zu einem effizienten Herzmuskeltraining aufgekommen und seitdem fortan weiterentwickelt worden. Dass nun der Tod unseres Gründers Werner Kieser und die Einführung dieses neuen Angebots auf den gleichen Zeitpunkt fallen, ist Zufall. Wir sehen dies auch nicht als radikalen Wechsel, sondern es ist eine Erweiterung unseres Produktes und entspricht unserem Leitbild in Bezug auf den Aufbau und die Erhaltung der Muskulatur. Deshalb sprechen wir nicht von einem Ausdauertraining, sondern von einem Herzmuskeltraining.

RG: Werden bald alle Kieser Standorte um einen Ausdauerbereich ergänzt?

MA: Wir befinden uns jetzt in einer Pilotphase, in der wir Erfahrungen sammeln. Erst mit Abschluss dieses Projektes können wir über die weiteren Schritte entscheiden.

RG: Bei eurem Ausdauertraining mit dem klingenden Namen «4×4 High Intensity Intervall Training» soll ein einmaliges wöchentliches Training von 35 Minuten genügen. Gibt es dazu Studien oder worauf stützt ihr euch bei dieser Aussage, dass einmal 35 Minuten ausreichen?

MA: Es gibt dazu mehrere Studien. Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Publikationen herangezogen. Insbesondere war uns wichtig, für Menschen ab 30 eine effiziente und effektive Trainingsform zu finden. Denn eines muss uns klar sein. Ab 30 geht’s auch mit der aeroben Kapazität nur noch bergab. Falls wir nichts dagegen tun. Der Mensch wächst bekanntlich am Widerstand. So war es folglich nur richtig, dass wir uns für eine Methode entschieden haben, bei der intensiv trainiert wird und somit den grössten Effekt bei minimalem Zeitaufwand hat.

RG: Euer Konzept wird am neuen Standort in Verbindung mit einem Therapieangebot von VAMED umgesetzt. Auch dieser Bereich ist komplett neu und war bisher bei Kieser kein Thema. Bleibt diese Kooperation und das Angebot im Circle Zürich einzigartig oder soll dieses auch auf andere Standorte eingeführt werden?

MA: Auch hier wie beim Logo ist dies in der Kieser Landschaft nicht ganz neu. Wir führen bereits in Australien sämtliche Studios mit einer integrierten Physiotherapie.

RG: Für euren Ausdauerbereich habt ihr auf Technogym Geräte gesetzt. Was war der Grund für die Wahl von Technogym als Partner?

MA: Wir haben verschiedene Anbieter evaluiert. Wir haben Technogym vor einigen Jahren kennengelernt und als professionellen Partner mit hochstehender Qualität erlebt. Auch hier gilt es zu verstehen, dass wir in unserem Studio in Frenkendorf seit 2003 Ausdauergeräte von Technogym nutzen. Mit entscheidend für die Wahl von Technogym ist zudem die Verwendung der MyWellness-App für unser 4×4 HIIT.

RG: Herzlichen Dank für diese spannenden Ausführungen.

Andrea Matteucci, Fimex & Technogym und Michael Antonopoulos, CEO Kieser